Geschichte der Manufaktur Teil 2

Schaubach Kunst – 1928 bis 1953
Heinz Schaubach – Wallendorfer Porzellan – 1928 bis 1953

als ehemaliger Direktor der 1926 Konkurs gegangenen Fraureuth Porzellan Manufaktur in Wallendorf, kaufte Heinz Schaubach die Maschinen und Ausrüstung sowie alle Formen aus der Konkursmasse. Unter Mithilfe ehemaliger Mitarbeiter der Manufaktur gründete er 1928 die Porzellan Fabrik “Schaubach Kunst” Unter diesem Namen wurden die Wallendorfer Erzeugnisse weltberühmt. Wie bei anderen Firmen auch, war während des zweiten Weltkrieg eine normale Produktion nicht mehr möglich. Nicht nur das die Kohle zum Betrieb der Öfen stark rationiert war, auch wurden fast alle männlichen Mitarbeiter zum Kriegsdienst eingezogen.

Viele Firmen stellten ihre Produktion auf Zulieferung der Kriegsmaschinerie um und oder beschäftigten Kriegsgefangene. Die Firmenleitung in Wallendorf setzte jedoch alles daran um beides zu verhindern, indem einfach mehr weibliche Mitarbeiter eingestellt wurden. Auch wenn die Manufaktur keine Kriegsschäden davon trug, konnte sie bedingt durch knappe Rohstoffe, zerstörte Infrastruktur und die schlechte Marktsituation nicht überleben und musste für kurze Zeit geschlossen werden. Ab 1953 firmierte Wallendorf als volkseigener Betrieb unter dem Namen – V.E.B. Schaubach Kunst Lichte-Wallendorf – es wurden allerdings nur noch sehr wenige der bekannten Wallendorfer Produkte hergestellt, das Sortiment wurde bis auf einige Figuren sowie Kaffee und Tee Service reduziert. Ende 1953 verlässt Heinz Schaubach die Manufaktur und zieht zurück in seine ursprüngliche Heimat, nach Mainz.

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